Elternbeirat des Gymnasiums

der Benediktiner Kloster Schäftlarn

Jahresbericht des Elternbeirats zum Schuljahr 2019 / 2020
 
Dieses Schuljahr war und ist natürlich stark geprägt durch die Eindrücke, die wir alle während der noch andauernden Pandemie gesammelt haben:
  • Schulschließung,      neudeutsch „School lock down“ am 16. März 2020 mit einem „Betretungsverbot“
  • Eine Woche vorher schon      für die sog. „Süd Tirol Kinder“
  • Aufbau über Nacht einer „Notfallbetreuung“      für anfangs Eltern der sog. „systemrelevante Berufe“
  • Mebis - Home      Schooling  digitales Lernen  Microsoft Teams
  • Verschobene      Abitur-Prüfungen
  • Hygienekonzept für die      Wiederöffnung unserer Schule
  • Wiederaufgenommener      Schulbetrieb für alle ab dem 15. Juni 2020 im 1 Woche Präsenz- und 1 Woche      „Lernen zuhause“-Rhythmus
  • Zeugnis Vergabe per      Post, da bis zum letzten Schultag gelernt wird
Die Liste ließe sich fortführen, doch soll es an dieser Stelle genug sein mit Corona und seinen Auswirkungen. Der Virus wird uns noch eine lange Zeit im neuen Schuljahr begleiten.
Spannend wird es, wie es nach den Sommerferien 2020 weitergehen wird, wenn, wie derzeit vom Kultusministerium angedacht und unter Berücksichtigung der Entwicklung des Infektionsgeschehens im „normalen“ Regelbetrieb an unserem Gymnasium der Benediktiner der Präsenz-Unterricht für alle wieder stattfindet. Das heißt in der Konsequenz, dass der Mindestabstand von 1.5m fallen wird. Wie geschrieben, es wird spannend!
Schließlich gibt es auch eine Zeit vor dem Virus über die es zu berichten gilt.
Als erstes sei, da der Redaktionsschluss des aktuellen Jahrbuches vorher liegt, unser jährliches Sommerfest am nahezu letzten Schultag des vergangenen Schuljahres erwähnt. Diesmal am wohl nicht nur gefühlt heißesten Tag des Jahres. Dies bescherte uns an unserem „Franziskaner Bierwagen“ (wir sind ja tolerant) einen großartigen Absatz der gekühlten Hopfenkaltschale und weiteren Mode-Drinks. Die Schüler ab der 10. Jahrgangsstufe durften, wie immer streng nach Kontrolle des Ausweises und einem ausgefeilten Strichcode-System überwacht, der den zulässigen Verbrauch sichtbar macht, auch Ihren Durst an unserem Wagen stillen. Das funktioniert, wie jedes Jahr reibungslos!
Dann mit Beginn des neuen Schuljahres ist zum Beispiel das gesellige „Wurzlerfrühstück“ am ersten Schultag, wie die fantastischen „Kennenlerntage“ unserer Wurzler zu Beginn des neuen Schuljahres zu nennen. Die drei Tage haben die Lehrer, die Präfekten und unsere Kinder der 5ten Jahrgangsstufe wieder zu einem Highlight des Schulbeginns gemacht.
Wie jedes Jahr - auch im neuen Schuljahr (zumindest planen wir es) - fand die für uns aus organisatorischer Betrachtung aufwendigste Veranstaltung statt. Der Berufsberatungsabend! Auch diesmal hat das Orga-Team um Birgit Lorenzl und Joana Frank, im Hintergrund begleitet durch Aniko Berkau, einen beachtenswerten Informationsabend für unsere Schüler und Schülerinnen der Oberstufe auf die Beine gestellt. Mit rund 25 Referenten wurde abermals ein bunter Blumenstrauß an unterschiedlichen Berufsbildern und Studienfächern vorgestellt. Mit dieser Veranstaltung bieten wir unserer Oberstufe ein konzentriertes und fokussiertes Angebot und verschaffen ihr damit einen komprimierten Überblick, den sie sich sonst sehr Zeitaufwendig bei externen Veranstaltungen verschaffen müssten, um die notwendigen Punkte für das P-Seminar zu erhalten. Eine großartige Sache!
Dem Berufsberatungsabend folgt der Elternsprechabend. An diesen Abenden sorgt der Elternbeirat für das Allgemeinwohl der Elternschaft mit Erfrischungen und kleinen Snacks und steht bei der Raum- und Ansprechpartnersuche stets mit Rat und Tat zur Verfügung.
Auch beim Adventsmarkt wurden durch den Elternbeirat an einem wunderschön vorweihnachtlich dekorierten Stand Glühwein und Kaltgetränke verkauft. Diese Schulveranstaltung ist neben dem Sommerfest und dem Tag der offenen Tür die Haupteinnahmequelle für unsere Kasse. Aus dieser Kasse finanzieren wir Schul-Projekte, welche wir jeweils am Anfang eines Schuljahres gemeinsam mit der Schulleitung definieren.
Ein schönes Beispiel für ein derartiges Projekt ist die Ausstattung unseres „Team Technik“. Dieses Team sorgt bei den Schulveranstaltung bei denen u.a. „Ton Technik“ gefordert ist, wie die Theateraufführungen, die Akrobatik Abende, die Abitur-Feier für ein ganz besonderes Klangerlebnis. Die glücklichen Team Mitglieder und ihr Teamleiter Andreas Decker sehen Sie auf dem Foto flankiert durch die beiden „Projektmanagerinnen“ Tanja Dressel und Dr. Eva Lippert-Stephan (keine Bange, das Foto entstand vor Corona!):
Den Themenkreis „Veranstaltung“ abschließend und oben bereits kurz erwähnt, sei der „Tag der offenen Tür“ aufgeführt. Dieser Tag ist für unsere Verwaltung des Gymnasiums der Benediktiner und uns der, wenn man so möchte wirtschaftlich wichtigste Tag in unserem Schuljahr. Für unsere Schule ist dieser Tag, an dem bis zu 1.000 interessierte Eltern mit Ihren zukünftigen gymnasialen Kindern durch die Pforte unserer Schule eintreten, um sich über unser Schulkonzept und unser Verständnis zur Wertevermittlung informieren, quasi die „Quelle neuen Schülerlebens“. Ein Jungbrunnen der Neu-Schüler-Gewinnung.
Für uns im Elternbeirat ist dieser Tag der Tag mit den höchsten Einnahmen, den wir durch den Betrieb des Eltern-Cafés im großen Speisesaal generieren. Dies wäre jedoch nicht möglich und daher an dieser Stelle ausdrücklich dankend erwähnt, wenn nicht die Eltern der 5ten Jahrgangsstufe den Verkauf der zahlreichen gespendeten Kuchen und weiteren essbaren Köstlichkeiten traditionell übernehmen würden. Diese Tradition werden auf jeden Fall aufrechterhalten und fortführen.
Neben der Betreuung bei den und von Veranstaltungen gibt es eine Vielzahl an Themen, bei denen der Elternbeirat „richtig arbeitet“. Da sind zum Beispiel die regelmäßig stattfindenden Sitzungen mit der Schul- und Internatsleitung und einmal pro Halbjahr die Sitzung mit den Klassenelternsprechern.
Bemerkenswert an diesem Punkt ist und durch Corona bedingt, haben wir eine Sitzung mit der Schul- und Internatsleitung via Microsoft Teams online durchgeführt. Digital geht doch, man muss es nur machen!
In diesen Sitzungen werden, einer festen Agenda folgend, aktuelle und fortgeschriebene Themen ausführlich besprochen und da wo notwendig auch Beschlüsse gefasst. Projekte werden definiert, in die die eingenommenen Gelder und Spenden investiert werden. Dies waren beispielsweise recycle- und wiederverwendbare Trinkbecher, der Verzicht auf Plastikbecher bei den Kaffeeautomaten, oben aufgeführtes „Team Technik“, die Zusammenarbeit mit unserer „Küche“, um die sich besonders Birgit Lorenzl und Ulrike Kießling kümmern und und und.
Besonders hervorzuheben ist hierbei unser gefördertes „Theater-Abo-Projekt“. In enger Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring finanziert der Elternbeirat den Kartenkauf und stellt diese Karten der Schule zur Verfügung. Die Schule übernimmt dann die Verteilung der Karten an Klassen, die im besten einen aktuellen Bezug zum jeweiligen Theaterstück haben. Andernfalls gehen die Karten an interessierte Schülerinnen und Schüler, die durch Lehrer begleitet an den Aufführungen teilnehmen.
Ferner haben wir unsere ehrenamtliche Tätigkeit über unsere „Schulgrenze“ hinaus erweitert. Mit Ulrike Albrecht engagieren wir uns in der überregionalen Organisation der EVO. Das ist die Elternvereinigung an den Gymnasien und Realschulen der Orden und anderer freier katholischer Schulträger in Bayern. Ulrike wurde zwischenzeitlich in den erweiterten Vorstand gewählt und bringt sich sehr engagiert im Sinne unserer Schule in den Gremien ein.
Was dieses Schuljahr ebenso Corona bedingt auf der Strecke geblieben ist, waren unsere Vortragsrunden, organisiert durch Tanja Dressel. Dieses Angebot konnten wir durch die Umstände nicht umsetzen, werden dies sobald es wieder möglich ist, fortsetzen und setzen dabei auf Sie, liebe Eltern, mit Ihrer regen Teilnahme.
Das Schulbus-Thema findet und wird in den folgenden Jahren ebenso immer wieder seinen Platz in diesem Bericht finden. Durch unsere geografische Lage besuchen uns Schülerinnen und Schüler aus 3 Landkreisen, den Kreisen München, Bad-Tölz/Wolfratshausen und Starnberg. In diesem „Triumvirat“ etwas zu erreichen, erfordert sehr viel Empathie und politisches Geschick, wenn es um die Schülerbeförderung geht. Es ist beachtlich, wie ausgeprägt ein „Fürstentum“ bewahrendes Verhalten selbst auf dieser basispolitischen Ebene eines Landrats ausgeprägt ist. Bedauerlicherweise wird hier das eigene Wohl in Form eines zu schützenden Haushalts insbesondere bei der verpflichtenden Aufgabe der Schülerbeförderung dem Wohl unserer Schülerinnen und Schüler vorangestellt. Ich, wir bleiben hartnäckig dran!
Natürlich gab es in diesem Jahr auch Themen, die uns nicht nur Freude bereitet haben. Doch gerade bei diesen, teilweise sehr herausfordernden und zeitintensiven Themen, hat sich gezeigt, wie gut die Zusammenarbeit zwischen uns, dem Elternbeirat und der Schulleitung funktioniert. Es wird konstruktiv und lösungsorientiert gearbeitet, sodass am Ende ein Konsens gefunden wird.
Schließen möchte ich diesen Jahresbericht mit dem Thema, mit dem ich diesen Bericht angefangen habe. Diese Pandemie wird uns noch eine lange Weile begleiten. Das heißt alles andere als das es uns langweilig werden wird. Wenn wir alle, wie bisher, daran arbeiten, gemeinsam unseren Beitrag zu leisten und uns gegenseitig zu unterstützen, wird es uns gelingen, unseren Kindern, die bestmögliche Ausbildung zu gewährleisten. Anders als bisher. Mit anderen Konzepten, mit anderen Mitteln, mit anderen Inhalten. Nutzen wir die Chancen, die uns Covid-19 anbietet. Das muss unser Ziel sein!
 
Herzlichen Dank, Ihr
Oliver Th. Fritz
Vorsitzender Elternbeirat, 28.6.2020
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